Saunaregeln

Schwitzen – und dabei völlig entspannen: Saunabesuche sind eine hitzige Angelegenheit, dafür aber äußerst gesundheitsfördernd. Der Wechsel aus Wärme sowie Kälte härtet das Immunsystem ab und stabilisiert die Kreislauffunktion. Für den ein oder anderen ist ein Besuch zudem Balsam für die Seele. In der Sauna gelten besondere Regeln, die einerseits Sicherheit und anderseits das Wohlbefinden aller Saunagänger fördern. Welches Verhalten ist akzeptabel und was gilt als verboten oder zumindest problematisch?

Die Sauna ist meist als öffentliche Einrichtung konzipiert. Hier schwitzen Insassen Seite an Seite und zudem völlig unbekleidet. Häufig befinden sich völlig Fremde in den Räumlichkeiten – das kann in ungünstigen Fällen zu Irritationen führen. Umso wichtiger ist es, die Intimsphäre anderer Gäste nicht zu verletzen und unnötige Provokationen zu unterlassen. Schließlich geht es in der ersten Linie um Entspannung und Förderung der körperlichen Gesundheit. Einige der Regeln sind zwar im rechtlichen Sinne nicht vorgeschrieben, entsprechen aber prinzipiell den üblichen Erwartungen und Anforderungen an ein angemessenes Benehmen. Der wohl wichtigste Grundsatz für Saunaneulinge lautet jedoch, niemals etwas zu tun, was die eigene Person selbst als respektlos oder gar belästigend empfinden könnte.

Die wichtigsten Regeln für Saunagänger im Überblick:

1. Ausreichende Flüssigkeitszufuhr beachten
2. Nicht mit vollem Magen oder völlig nüchtern erscheinen
3. Hygieneregeln beachten: Duschen vor dem Eintritt in den Saunabereich
4. Nur trocken in die Sauna
5. Kleidervorschriften in der Sauna beachten
6. Keinen zeitlichen Druck oder Erfolgszwang mitbringen
7. Diskretion einhalten
8. Intimsphäre und Ablauf beachten
9. Angemessen reagieren angesichts einer unangenehmen Lage
10. Der richtige Zeitpunkt zum Verlassen
11. Kein Alkohol, Essen oder gar Krankheiten mitbringen
12. Kurze, aber respektvolle Begrüßung
13. Sonderfall Corona – was zu beachten ist

1. Ausreichende Flüssigkeitszufuhr beachten

Saunieren bedeutet Schwitzen. Bis zu zwei Liter an Körperflüssigkeit verliert ein erwachsener Mensch nach Vervollständigung aller Durchgänge. Besteht bereits bei Antritt ein Mangel wegen sportlicher Aktivitäten oder schlichter Versäumnisse, kann dies schnell zu einem Kreislaufkollaps führen. Daher ist eine ausreichend Zufuhr von Flüssigkeit vor Beginn der ersten Sitzung äußerst wichtig.

Während des Aufenthalts in der Sauna ist der Griff zur Trinkflasche nicht ratsam. Die Pausen zum Abkühlen und Entspannen bieten zur Stillung des Durstes ausreichend Gelegenheit. Vorsicht: Selbst nach Verlassen der Sauna behält der Körper eine Weile seinen höheren Wasserverbrauch bei. Daher bleibt vor allem nach Feierabend eine kontrollierte Flüssigkeitszufuhr unverzichtbar.

2. Nicht mit vollem Magen oder völlig nüchtern erscheinen

Verdauung ist ein für den Körper anstrengender Prozess – der Körper sorgt für eine starke Durchblutung der Verdauungsorgane. Aus diesem Grund führt ein üppiges Mahl auch zu einem Gefühl der Müdigkeit. Leichte Kost vor dem Besuch ist dem deutlich vorzuziehen. Die belastet den Körper nur geringfügig und liefert dennoch Nachschub an wertvollen Nährstoffen. Komplett nüchterne Mägen sind auch tendenziell problematisch.Im ungünstigen Fall treten ebenso Kreislaufprobleme auf.

Möglicherweise empfinden andere Gäste lautes Magenknurren als störend. Fettiges, scharfes Essen gilt für einen Zwischensnack als ungeeignet, da es dem Körper zusätzlich Energie abfordert. Leckerer Salat und etwas frisches Obst sorgen für einen gesunden Vorrat an Vitaminen, Wasser und weiteren Nährstoffen, ohne dabei ein Völlegefühl zu erzeugen.

3. Hygieneregeln beachten: Duschen vor dem Eintritt in den Saunabereich

Wer kennt das nicht: Nach einem schweißtreibenden Ausflug bildet sich unangenehm stechender Geruch unter den Achselhöhlen. Verantwortlich für den gefürchteten Mief sind Bakterien auf der Haut, die Schweiß zerstetzen und ein Abfallprodukt mit dem auffäligen Aroma hinterlassen. Deshalb gilt: Vor dem Eintritt in die Sauna unbedingt die Duschgelegenheiten nutzen.

Ein stinkender Gast ist eine Zumutung für andere Teilnehmer und zudem ein äußerst peinliches Erlebnis für den Verursacher selbst. Gleiches gilt auch für Makeup und Deodorants – die haben in der Sauna nichts verloren und können rasch eine unappettliche Note in das feuchtwarme Klima bringen.

4. Nur trocken in die Sauna

Das Abduschen ist essenziell vor dem ersten Saunabesuch – doch klatschnass schwitzt der Körper schlechter. Immerhin dient der Schweißfilm auf der Haut zur Abkühlung. Durchnässt und gekühlt dauert es also länger bis zum Eintritt des erwünschten Effektes. Daher ist gründliches Abtrocknen nach dem Duschen ein Tipp, den jeder Saunabesucher beherzigen sollte.

5. Kleidervorschriften in der Sauna beachten

Kleidung im Saunabereich ist verboten. Erstbesucher müssen sich mit diesem Umstand wohl oder übel arrangieren – auch wenn es zunächst unangenehm sein mag. Nach kurzer Eingewöhnungszeit verflüchtigt sich dieses Gefühl von alleine. Unter Kleidungsstücke fallen Latschen, übliche Badehosen oder Badeanzüge und Schmuck. Alles ist vorher gründlich abzulegen. In der Sauna wird großen Wert auf Uniformität gelegt. Abweichung von der vorgeschriebenen Kleiderordnung, dem Nacktsein, ist unerwünscht. Es gilt als unhygienisch und behindert zu dem auch das korrekte Durchschwitzen.

Das einzige Utensil, was sogar tatsächlich verpflichtend ist: ein großes Badehandtuch. Außerhalb des Saunabereiches auf den Laufwegen nutzen Gäste es zur Bedeckung des Körpers. Während der Sitzung dient es als Unterlage und Schweißfang. Nach einer absolvierten Sitzung sollte der Körperschweiß behutsam und ohne Schwung abgetupft werden. Ansonsten landen eigene Schweißtropfen direkt beim Nachbarn und sorgt so für eine Provokation.

6. Keinen zeitlichen Druck oder Erfolgszwang mitbringen

Hektik ist in der Sauna völlig fehl am Platz. Entspannung und Zurückhaltung stehen im Vordergrund. Ansonsten droht der Ausflug kontraproduktiv zu verlaufen. Statt eines gesünderen und fitteren Körpergefühls entsteht Stress und die Sitzungen entfalten nicht ihre gewünschte Wirkung. Ein kompletter Besuch mit mehreren Durchgängen nimmt ungefähr zwei volle Stunden in Anspruch – den Zeitrahmen sollte jeder einplanen und auch mitbringen.

7. Diskretion einhalten

Eine freundliche Gesprächsrunde in der Sauna scheint doch kein Problem – oder doch? Nicht vergessen: Die Sauna ist eine Art Ruhestätte zur körperlichen Erholung. Redselige Frohnaturen sollten ihren Drang zur Unterhaltung im Zaum halten. Der Fokus liegt auf Ruhe und Genuss. Ein kleine, flüsterleise Zuwendung zum Nachbarn nimmt meist niemand Übel. Raumübergreifende Gespräche sprengen aber schnell die beabsichtigte Atmosphäre und sind zu vermeiden.

8. Intimsphäre und Ablauf berücksichtigen

Dicht besetzte Saunaräume wecken rasch Erinnerungen an überfüllte, öffentliche Verkehrsmittel oder die Jagd nach dem letzten Parkplatz vor einem Supermarkt. Niemand mag sich in einer so dichten Menschenmenge entspannen. Zu große Nähe bei völliger Nacktheit gilt als Verletzung der Intimsphäre und führt schnell zu schlechter Stimmung. Daher gilt die berühmte Armlänge als Abstandsindikator. Ist dieser nicht einzuhalten, bleibt nur der Wechsel in eine andere Räumlichkeit oder duldsames Abwarten.

Vorheriges Reservieren von Liegeplätzen mit dem Handtuch gilt übrigens als unhöflich. Auch das Eindringen während eines Aufgusses löst schnell Unverständnis aus. Der richtige Zeitpunkt ist entscheidend: Wenige Minuten vor dem nächsten Aufguss oder nach Ende der Sitzung gilt als geeigneter Zeitpunkt. Allgemein erzielen zwei bis drei Durchgänge mit jeweils bis zu 15 Minuten eine optimale Wirkung. Diese Anzahl sollte nicht überschritten werden.

9. Angemessen reagieren angesichts einer unangenehmen Lage

Schnell ist es passiert: Irgendjemand verstößt gegen die guten Sitten. Es gibt häufig schlecht informierte Anfänger, denen ihr Fehlverhalten nicht zwangsläufig klar ist. Nicht jeder ignoriert damit automatisch in voller Absicht oder Gleichgültigkeit das Wohlbefinden der anderen Gäste. Eine im Ton gelassene, aber auch klare Aufforderungen zur Korrektur erzeilt meist die gewünschte Wirkung und beugt Auseinandersetzungen vor.

Wer in die Sauna geht, kennt die Umstände, denen er sich dort aussetzte. Daher ist es gut möglich, auf Menschen zu treffen, gegenüber denen ein gewisses Maß an Unbehagen besteht. Arbeitskollegen, der Chef, der eigene Nachbar – die Möglichkeiten sind breit gestreut. Völliges Ignorieren oder gar das Ergreifen der Flucht hinterlassen allerdings einen äußerst unhöflichen Eindruck. Ein bestimmter Blickkontakt und respektvoller Gruß genügt bereits völlig, danach besitzt ohnehin die Stille oberste Priorität.

10. Der richtige Zeitpunkt zum Verlassen

Einfach raus und ab unter die kühlende Dusche kann schnell in Stress ausarten und den Kreislauf ins Schwanken bringen. Der unvorbereitete Sprung ins Abkühlbecken kann sogar einen Schock nach sich ziehen. Der Körper benötigt Zeit, sich auf die kühlere Temperatur einzustellen. Ein guter Zeitpunkt zum Verlassen des Saunabereichs ist entweder vor oder nach dem Aufguss. Läuft der bereits, ruiniert eine kurzfristig geöffnete Tür das Ambiente und kühlt unnötig den Raum ab.

Zwischen oder nach der Sitzung kann im Ruhebereich im Bademantel der Körper abkühlen. Zumindest eine kleine Verschnaufpause sei dem Kreislauf an dieser Stelle gegönnt. Im Anschluss folgt die kühlende Dusche. Dort wird stets von den Extremitäten langsam voran bis zur Körpermitte abgeduscht. Abgehärtete Personen wagen danach gerne den Sprung ins Tauchbecken.

11. Kein Alkohol, Essen oder gar Krankheiten mitbringen

Der Saunabereich ist ein Ort der Diskretion. Essen oder gar Alkohol als Stimmungsmacher sind absolut tabu. Außerdem sind Gäste mit ansteckenden Krankheiten wie starken Erkältungen nicht gerne gesehen. Die Ansteckungsgefahr ist auf so engem Raum klar erhöht. Obendrein gefährden Erkrankte sich unnötig selbst, wenn sie geschwächt die Sauna aufsuchen. Die Durchgänge haben eine gesundheitsfördernde Wirkung, sind zugleich aber kurzfristig recht belastend für den Körper.

12. Kurze, aber respektvolle Begrüßung

Was für überraschende Begegnungen gilt, ist auch für alle anderen Insassen einer Sauna eine Empfehlung: Eine kurze, aufmerksame Begrüßung fügt sich wunderbar in die allgemeine Atmosphäre ein und signalisiert dem Gegenüber Achtung und Respekt.

13. Sonderfall Corona – was zu beachten ist

Corona sorgte bereits in Vergangenheit für zahlreiche Sonderregelungen im alltäglichen Leben. Der Saunabesuch als öffentlicher Platz ist davon ebenfalls betroffen. Ohne tiefergehende Einschränkungen ist das Tragen des Maskenschutzes bis zum Spind sinnvoll. Zu den betroffenen Bereichen gehören zudem der Eingangsbereich, Ruhezonen und Laufwege zur Gastronomie. In der Sauna selbst ist es je nach Bundesland unterschiedlich geregelt, was den Überblick für spontane Besucher etwas erschwert. Eine Maske muss dort nicht getragen werden.

Aufguss und Wedeln sind teilweise verboten. Als besonders problematisch wird das Wedeln wegen der enormen Verwirbelung der Luft im Raum angesehen. Allgemein gilt es, den vorgeschriebenen Mindestabstand einzuhalten. Dadurch verringert sich die Anzahl der zulässigen Insassen zusätzlich. Dafür gibt es einen kleinen Trick: Besucher orientieren sich häufig an den abgestellten Latschen vor der Tür, ob noch Platz für sie übrig ist.

Die wichtigsten Saunaregeln für Saunagänger

                            Schwitzen - und dabei völlig entspannen: Saunabesuche sind eine hitzige Angelegenheit, dafür aber äußerst gesundheitsfördernd.  Der Wechsel aus Wärme sowie Kälte härtet das Immunsystem ab und stabilisiert die Kreislauffunktion. Für den ein oder anderen ist ein Besuch zudem Balsam für die Seele. In der Sauna gelten besondere Regeln, die einerseits Sicherheit und anderseits das Wohlbefinden aller Saunagänger fördern. Welches Verhalten ist akzeptabel und was gilt als verboten oder zumindest problematisch?

Die Sauna ist meist  als öffentliche Einrichtung konzipiert. Hier schwitzen Insassen Seite an Seite und zudem völlig unbekleidet. Häufig befinden sich völlig Fremde in den Räumlichkeiten - das kann in ungünstigen Fällen zu Irritationen führen. Umso wichtiger ist es, die Intimsphäre anderer Gäste nicht zu verletzen und unnötige Provokationen zu unterlassen. Schließlich geht es in der ersten Linie um Entspannung und Förderung der körperlichen Gesundheit. Einige der Regeln sind zwar im rechtlichen Sinne nicht vorgeschrieben, entsprechen aber prinzipiell den üblichen Erwartungen und Anforderungen an ein angemessenes Benehmen.  Der wohl wichtigste Grundsatz für Saunaneulinge lautet jedoch, niemals etwas zu tun, was die eigene Person selbst als respektlos oder gar belästigend empfinden könnte.

Die wichtigsten Regeln für Saunagänger im Überblick:

1. Ausreichende Flüssigkeitszufuhr beachten
2. Nicht mit vollem Magen oder völlig nüchtern erscheinen
3. Hygieneregeln beachten: Duschen vor dem Eintritt in den Saunabereich
4. Nur trocken in die Sauna
5. Kleidervorschriften in der Sauna beachten
6. Keinen zeitlichen Druck oder Erfolgszwang mitbringen
7. Diskretion einhalten
8. Intimsphäre und Ablauf beachten
9. Angemessen reagieren angesichts einer unangenehmen Lage
10. Der richtige Zeitpunkt zum Verlassen
11. Kein Alkohol, Essen oder gar Krankheiten mitbringen
12. Kurze, aber respektvolle Begrüßung
13. Sonderfall Corona - was zu beachten ist


1. Ausreichende Flüssigkeitszufuhr beachten

Saunieren bedeutet Schwitzen. Bis zu zwei Liter an Körperflüssigkeit verliert ein erwachsener Mensch nach Vervollständigung aller Durchgänge. Besteht bereits bei Antritt ein Mangel wegen sportlicher Aktivitäten oder schlichter Versäumnisse, kann dies schnell zu einem Kreislaufkollaps führen. Daher ist eine ausreichend Zufuhr von Flüssigkeit vor Beginn der ersten Sitzung äußerst wichtig. 

Während des Aufenthalts in der Sauna ist der Griff zur Trinkflasche nicht ratsam. Die Pausen zum Abkühlen und Entspannen bieten zur Stillung des Durstes ausreichend Gelegenheit. Vorsicht: Selbst nach Verlassen der Sauna behält der Körper eine Weile seinen höheren Wasserverbrauch bei. Daher bleibt vor allem nach Feierabend eine kontrollierte Flüssigkeitszufuhr unverzichtbar.


2. Nicht mit vollem Magen oder völlig nüchtern erscheinen

Verdauung ist ein für den Körper anstrengender Prozess - der Körper sorgt für eine starke Durchblutung der Verdauungsorgane. Aus diesem Grund führt ein üppiges Mahl auch zu einem Gefühl der Müdigkeit. Leichte Kost vor dem Besuch ist dem deutlich vorzuziehen. Die belastet den Körper nur geringfügig und liefert dennoch Nachschub an wertvollen Nährstoffen. Komplett nüchterne Mägen sind auch tendenziell problematisch.Im ungünstigen Fall treten ebenso Kreislaufprobleme auf.

Möglicherweise empfinden andere Gäste lautes Magenknurren als störend. Fettiges, scharfes Essen gilt für einen Zwischensnack als  ungeeignet, da es dem Körper zusätzlich Energie abfordert. Leckerer Salat und etwas frisches Obst sorgen für einen gesunden Vorrat an Vitaminen, Wasser und weiteren Nährstoffen, ohne dabei ein Völlegefühl zu erzeugen.


3. Hygieneregeln beachten: Duschen vor dem Eintritt in den Saunabereich

Wer kennt das nicht: Nach einem schweißtreibenden Ausflug bildet sich unangenehm stechender Geruch unter den Achselhöhlen. Verantwortlich für den gefürchteten Mief sind Bakterien auf der Haut, die Schweiß zerstetzen und ein Abfallprodukt mit dem auffäligen Aroma hinterlassen. Deshalb gilt: Vor dem Eintritt in die Sauna unbedingt die Duschgelegenheiten nutzen.

Ein stinkender Gast ist eine Zumutung für andere Teilnehmer und zudem ein äußerst  peinliches Erlebnis für den Verursacher selbst. Gleiches gilt auch für Makeup und Deodorants - die haben in der Sauna nichts verloren und können rasch eine unappettliche Note in das feuchtwarme Klima bringen.


4. Nur trocken in die Sauna

Das Abduschen ist essenziell vor dem ersten Saunabesuch - doch klatschnass schwitzt der Körper schlechter. Immerhin dient der Schweißfilm auf der Haut zur Abkühlung. Durchnässt und gekühlt dauert es also länger bis zum Eintritt des erwünschten Effektes. Daher ist gründliches Abtrocknen nach dem Duschen ein Tipp, den jeder Saunabesucher beherzigen sollte.


5. Kleidervorschriften in der Sauna beachten

Kleidung im Saunabereich ist verboten. Erstbesucher müssen sich mit diesem Umstand wohl oder übel arrangieren - auch wenn es zunächst unangenehm sein mag. Nach kurzer Eingewöhnungszeit verflüchtigt sich dieses Gefühl von alleine. Unter Kleidungsstücke fallen Latschen, übliche Badehosen oder Badeanzüge und Schmuck. Alles ist vorher gründlich abzulegen. In der Sauna wird großen Wert auf Uniformität gelegt. Abweichung von der vorgeschriebenen Kleiderordnung, dem Nacktsein, ist unerwünscht. Es gilt als unhygienisch und behindert zu dem auch das korrekte Durchschwitzen. 

Das einzige Utensil, was sogar tatsächlich verpflichtend ist: ein großes Badehandtuch. Außerhalb des Saunabereiches auf den Laufwegen nutzen Gäste es zur Bedeckung des Körpers. Während der Sitzung dient es als Unterlage und Schweißfang. Nach einer absolvierten Sitzung sollte der Körperschweiß behutsam und ohne Schwung abgetupft werden. Ansonsten landen eigene Schweißtropfen direkt beim Nachbarn und sorgt so für eine Provokation.



6. Keinen zeitlichen Druck oder Erfolgszwang mitbringen

Hektik ist in der Sauna völlig fehl am Platz. Entspannung und Zurückhaltung stehen im Vordergrund. Ansonsten droht der Ausflug kontraproduktiv zu verlaufen. Statt eines gesünderen und fitteren Körpergefühls entsteht Stress und die Sitzungen entfalten nicht ihre gewünschte Wirkung. Ein kompletter Besuch mit mehreren Durchgängen nimmt ungefähr zwei volle Stunden in Anspruch - den Zeitrahmen sollte jeder einplanen und auch mitbringen.


7. Diskretion einhalten

Eine freundliche Gesprächsrunde in der Sauna  scheint doch kein Problem - oder doch? Nicht vergessen: Die Sauna ist eine Art Ruhestätte zur körperlichen Erholung. Redselige Frohnaturen sollten ihren Drang zur Unterhaltung im Zaum halten. Der Fokus liegt auf Ruhe und Genuss. Ein kleine, flüsterleise Zuwendung zum Nachbarn nimmt meist niemand Übel. Raumübergreifende Gespräche sprengen aber schnell  die beabsichtigte Atmosphäre und sind zu vermeiden.


8. Intimsphäre und Ablauf berücksichtigen

Dicht besetzte Saunaräume wecken rasch Erinnerungen an überfüllte, öffentliche Verkehrsmittel oder die Jagd nach dem letzten Parkplatz vor einem Supermarkt. Niemand mag sich in einer so dichten Menschenmenge entspannen. Zu große Nähe bei völliger Nacktheit gilt als Verletzung der Intimsphäre und führt schnell zu schlechter Stimmung. Daher gilt die berühmte Armlänge als Abstandsindikator. Ist dieser nicht einzuhalten, bleibt nur der Wechsel in eine andere Räumlichkeit oder duldsames Abwarten. 

Vorheriges Reservieren von Liegeplätzen mit dem Handtuch gilt übrigens als unhöflich. Auch das Eindringen während eines Aufgusses löst schnell Unverständnis aus. Der richtige Zeitpunkt ist entscheidend: Wenige Minuten vor dem nächsten Aufguss oder nach Ende der Sitzung gilt als geeigneter Zeitpunkt. Allgemein erzielen zwei bis drei Durchgänge mit jeweils bis zu 15 Minuten eine optimale Wirkung. Diese Anzahl sollte nicht überschritten werden.


9. Angemessen reagieren angesichts einer unangenehmen Lage

Schnell ist es passiert: Irgendjemand verstößt gegen die guten Sitten. Es gibt häufig schlecht informierte Anfänger, denen ihr Fehlverhalten nicht zwangsläufig klar ist. Nicht jeder ignoriert damit automatisch in voller Absicht oder Gleichgültigkeit das Wohlbefinden der anderen Gäste. Eine im Ton gelassene, aber auch klare Aufforderungen zur Korrektur erzeilt meist die gewünschte Wirkung und beugt Auseinandersetzungen vor. 

Wer in die Sauna geht, kennt die Umstände, denen er sich dort aussetzte. Daher ist es gut möglich, auf Menschen zu treffen, gegenüber denen ein gewisses Maß an Unbehagen besteht. Arbeitskollegen, der Chef, der eigene Nachbar - die Möglichkeiten sind breit gestreut. Völliges Ignorieren oder gar das Ergreifen der Flucht hinterlassen allerdings einen äußerst unhöflichen Eindruck. Ein bestimmter Blickkontakt und respektvoller Gruß genügt bereits völlig, danach besitzt ohnehin die Stille oberste Priorität.


10. Der richtige Zeitpunkt zum Verlassen

Einfach raus und ab unter die kühlende Dusche kann schnell in Stress ausarten und den Kreislauf ins Schwanken bringen. Der unvorbereitete Sprung ins Abkühlbecken kann sogar einen Schock nach sich ziehen. Der Körper benötigt Zeit, sich auf die kühlere Temperatur einzustellen. Ein guter Zeitpunkt zum Verlassen des Saunabereichs ist entweder vor oder nach dem Aufguss. Läuft der bereits, ruiniert eine kurzfristig geöffnete Tür das Ambiente und kühlt unnötig den Raum ab. 

Zwischen oder nach der Sitzung kann im Ruhebereich im Bademantel der Körper abkühlen. Zumindest eine kleine Verschnaufpause sei dem Kreislauf an dieser Stelle gegönnt. Im Anschluss folgt die kühlende Dusche. Dort wird stets von den Extremitäten  langsam voran bis zur Körpermitte abgeduscht. Abgehärtete Personen wagen danach gerne den Sprung ins Tauchbecken.


11. Kein Alkohol, Essen oder gar Krankheiten mitbringen

Der Saunabereich ist ein Ort der Diskretion. Essen oder gar Alkohol als Stimmungsmacher sind absolut tabu. Außerdem sind Gäste mit ansteckenden Krankheiten wie starken Erkältungen nicht gerne gesehen. Die Ansteckungsgefahr ist auf so engem Raum klar erhöht. Obendrein gefährden Erkrankte sich unnötig selbst, wenn sie geschwächt die Sauna aufsuchen. Die Durchgänge haben eine gesundheitsfördernde Wirkung, sind zugleich aber kurzfristig recht belastend für den Körper.


12. Kurze, aber respektvolle Begrüßung

Was für überraschende Begegnungen gilt, ist auch für alle anderen Insassen einer Sauna eine Empfehlung: Eine kurze, aufmerksame Begrüßung fügt sich wunderbar in die allgemeine Atmosphäre ein und signalisiert dem Gegenüber Achtung und Respekt.

13. Sonderfall Corona - was zu beachten ist

Corona sorgte bereits in Vergangenheit für zahlreiche Sonderregelungen im alltäglichen Leben. Der Saunabesuch als öffentlicher Platz ist davon ebenfalls betroffen. Ohne tiefergehende Einschränkungen ist das Tragen des Maskenschutzes bis zum Spind sinnvoll. Zu den betroffenen Bereichen  gehören zudem der Eingangsbereich, Ruhezonen und Laufwege zur Gastronomie. In der Sauna selbst ist es je nach Bundesland unterschiedlich geregelt, was den Überblick für spontane Besucher etwas erschwert. Eine Maske muss dort nicht getragen werden.

Aufguss und Wedeln sind teilweise verboten. Als besonders problematisch wird das Wedeln wegen der enormen Verwirbelung der Luft im Raum angesehen. Allgemein gilt es, den vorgeschriebenen Mindestabstand einzuhalten. Dadurch verringert sich die Anzahl der zulässigen Insassen zusätzlich. Dafür gibt es einen kleinen Trick: Besucher orientieren sich häufig an den abgestellten Latschen vor der Tür, ob noch Platz für sie übrig ist. 

                       
Die wichtigsten Saunaregeln für Saunagänger

Schwitzen – und dabei völlig entspannen: Saunabesuche sind eine hitzige Angelegenheit, dafür aber äußerst gesundheitsfördernd. Der Wechsel aus Wärme sowie Kälte härtet das Immunsystem ab und stabilisiert die Kreislauffunktion. Für den ein oder anderen ist ein Besuch zudem Balsam für die Seele. In der Sauna gelten besondere Regeln, die einerseits Sicherheit und anderseits das Wohlbefinden aller Saunagänger fördern. Welches Verhalten ist akzeptabel und was gilt als verboten oder zumindest problematisch?

Die Sauna ist meist als öffentliche Einrichtung konzipiert. Hier schwitzen Insassen Seite an Seite und zudem völlig unbekleidet. Häufig befinden sich völlig Fremde in den Räumlichkeiten – das kann in ungünstigen Fällen zu Irritationen führen. Umso wichtiger ist es, die Intimsphäre anderer Gäste nicht zu verletzen und unnötige Provokationen zu unterlassen. Schließlich geht es in der ersten Linie um Entspannung und Förderung der körperlichen Gesundheit. Einige der Regeln sind zwar im rechtlichen Sinne nicht vorgeschrieben, entsprechen aber prinzipiell den üblichen Erwartungen und Anforderungen an ein angemessenes Benehmen. Der wohl wichtigste Grundsatz für Saunaneulinge lautet jedoch, niemals etwas zu tun, was die eigene Person selbst als respektlos oder gar belästigend empfinden könnte.

Die wichtigsten Regeln für Saunagänger im Überblick:

1. Ausreichende Flüssigkeitszufuhr beachten
2. Nicht mit vollem Magen oder völlig nüchtern erscheinen
3. Hygieneregeln beachten: Duschen vor dem Eintritt in den Saunabereich
4. Nur trocken in die Sauna
5. Kleidervorschriften in der Sauna beachten
6. Keinen zeitlichen Druck oder Erfolgszwang mitbringen
7. Diskretion einhalten
8. Intimsphäre und Ablauf beachten
9. Angemessen reagieren angesichts einer unangenehmen Lage
10. Der richtige Zeitpunkt zum Verlassen
11. Kein Alkohol, Essen oder gar Krankheiten mitbringen
12. Kurze, aber respektvolle Begrüßung
13. Sonderfall Corona – was zu beachten ist

1. Ausreichende Flüssigkeitszufuhr beachten

Saunieren bedeutet Schwitzen. Bis zu zwei Liter an Körperflüssigkeit verliert ein erwachsener Mensch nach Vervollständigung aller Durchgänge. Besteht bereits bei Antritt ein Mangel wegen sportlicher Aktivitäten oder schlichter Versäumnisse, kann dies schnell zu einem Kreislaufkollaps führen. Daher ist eine ausreichend Zufuhr von Flüssigkeit vor Beginn der ersten Sitzung äußerst wichtig.

Während des Aufenthalts in der Sauna ist der Griff zur Trinkflasche nicht ratsam. Die Pausen zum Abkühlen und Entspannen bieten zur Stillung des Durstes ausreichend Gelegenheit. Vorsicht: Selbst nach Verlassen der Sauna behält der Körper eine Weile seinen höheren Wasserverbrauch bei. Daher bleibt vor allem nach Feierabend eine kontrollierte Flüssigkeitszufuhr unverzichtbar.

2. Nicht mit vollem Magen oder völlig nüchtern erscheinen

Verdauung ist ein für den Körper anstrengender Prozess – der Körper sorgt für eine starke Durchblutung der Verdauungsorgane. Aus diesem Grund führt ein üppiges Mahl auch zu einem Gefühl der Müdigkeit. Leichte Kost vor dem Besuch ist dem deutlich vorzuziehen. Die belastet den Körper nur geringfügig und liefert dennoch Nachschub an wertvollen Nährstoffen. Komplett nüchterne Mägen sind auch tendenziell problematisch.Im ungünstigen Fall treten ebenso Kreislaufprobleme auf.

Möglicherweise empfinden andere Gäste lautes Magenknurren als störend. Fettiges, scharfes Essen gilt für einen Zwischensnack als ungeeignet, da es dem Körper zusätzlich Energie abfordert. Leckerer Salat und etwas frisches Obst sorgen für einen gesunden Vorrat an Vitaminen, Wasser und weiteren Nährstoffen, ohne dabei ein Völlegefühl zu erzeugen.

3. Hygieneregeln beachten: Duschen vor dem Eintritt in den Saunabereich

Wer kennt das nicht: Nach einem schweißtreibenden Ausflug bildet sich unangenehm stechender Geruch unter den Achselhöhlen. Verantwortlich für den gefürchteten Mief sind Bakterien auf der Haut, die Schweiß zerstetzen und ein Abfallprodukt mit dem auffäligen Aroma hinterlassen. Deshalb gilt: Vor dem Eintritt in die Sauna unbedingt die Duschgelegenheiten nutzen.

Ein stinkender Gast ist eine Zumutung für andere Teilnehmer und zudem ein äußerst peinliches Erlebnis für den Verursacher selbst. Gleiches gilt auch für Makeup und Deodorants – die haben in der Sauna nichts verloren und können rasch eine unappettliche Note in das feuchtwarme Klima bringen.

4. Nur trocken in die Sauna

Das Abduschen ist essenziell vor dem ersten Saunabesuch – doch klatschnass schwitzt der Körper schlechter. Immerhin dient der Schweißfilm auf der Haut zur Abkühlung. Durchnässt und gekühlt dauert es also länger bis zum Eintritt des erwünschten Effektes. Daher ist gründliches Abtrocknen nach dem Duschen ein Tipp, den jeder Saunabesucher beherzigen sollte.

5. Kleidervorschriften in der Sauna beachten

Kleidung im Saunabereich ist verboten. Erstbesucher müssen sich mit diesem Umstand wohl oder übel arrangieren – auch wenn es zunächst unangenehm sein mag. Nach kurzer Eingewöhnungszeit verflüchtigt sich dieses Gefühl von alleine. Unter Kleidungsstücke fallen Latschen, übliche Badehosen oder Badeanzüge und Schmuck. Alles ist vorher gründlich abzulegen. In der Sauna wird großen Wert auf Uniformität gelegt. Abweichung von der vorgeschriebenen Kleiderordnung, dem Nacktsein, ist unerwünscht. Es gilt als unhygienisch und behindert zu dem auch das korrekte Durchschwitzen.

Das einzige Utensil, was sogar tatsächlich verpflichtend ist: ein großes Badehandtuch. Außerhalb des Saunabereiches auf den Laufwegen nutzen Gäste es zur Bedeckung des Körpers. Während der Sitzung dient es als Unterlage und Schweißfang. Nach einer absolvierten Sitzung sollte der Körperschweiß behutsam und ohne Schwung abgetupft werden. Ansonsten landen eigene Schweißtropfen direkt beim Nachbarn und sorgt so für eine Provokation.

6. Keinen zeitlichen Druck oder Erfolgszwang mitbringen

Hektik ist in der Sauna völlig fehl am Platz. Entspannung und Zurückhaltung stehen im Vordergrund. Ansonsten droht der Ausflug kontraproduktiv zu verlaufen. Statt eines gesünderen und fitteren Körpergefühls entsteht Stress und die Sitzungen entfalten nicht ihre gewünschte Wirkung. Ein kompletter Besuch mit mehreren Durchgängen nimmt ungefähr zwei volle Stunden in Anspruch – den Zeitrahmen sollte jeder einplanen und auch mitbringen.

7. Diskretion einhalten

Eine freundliche Gesprächsrunde in der Sauna scheint doch kein Problem – oder doch? Nicht vergessen: Die Sauna ist eine Art Ruhestätte zur körperlichen Erholung. Redselige Frohnaturen sollten ihren Drang zur Unterhaltung im Zaum halten. Der Fokus liegt auf Ruhe und Genuss. Ein kleine, flüsterleise Zuwendung zum Nachbarn nimmt meist niemand Übel. Raumübergreifende Gespräche sprengen aber schnell die beabsichtigte Atmosphäre und sind zu vermeiden.

8. Intimsphäre und Ablauf berücksichtigen

Dicht besetzte Saunaräume wecken rasch Erinnerungen an überfüllte, öffentliche Verkehrsmittel oder die Jagd nach dem letzten Parkplatz vor einem Supermarkt. Niemand mag sich in einer so dichten Menschenmenge entspannen. Zu große Nähe bei völliger Nacktheit gilt als Verletzung der Intimsphäre und führt schnell zu schlechter Stimmung. Daher gilt die berühmte Armlänge als Abstandsindikator. Ist dieser nicht einzuhalten, bleibt nur der Wechsel in eine andere Räumlichkeit oder duldsames Abwarten.

Vorheriges Reservieren von Liegeplätzen mit dem Handtuch gilt übrigens als unhöflich. Auch das Eindringen während eines Aufgusses löst schnell Unverständnis aus. Der richtige Zeitpunkt ist entscheidend: Wenige Minuten vor dem nächsten Aufguss oder nach Ende der Sitzung gilt als geeigneter Zeitpunkt. Allgemein erzielen zwei bis drei Durchgänge mit jeweils bis zu 15 Minuten eine optimale Wirkung. Diese Anzahl sollte nicht überschritten werden.

9. Angemessen reagieren angesichts einer unangenehmen Lage

Schnell ist es passiert: Irgendjemand verstößt gegen die guten Sitten. Es gibt häufig schlecht informierte Anfänger, denen ihr Fehlverhalten nicht zwangsläufig klar ist. Nicht jeder ignoriert damit automatisch in voller Absicht oder Gleichgültigkeit das Wohlbefinden der anderen Gäste. Eine im Ton gelassene, aber auch klare Aufforderungen zur Korrektur erzeilt meist die gewünschte Wirkung und beugt Auseinandersetzungen vor.

Wer in die Sauna geht, kennt die Umstände, denen er sich dort aussetzte. Daher ist es gut möglich, auf Menschen zu treffen, gegenüber denen ein gewisses Maß an Unbehagen besteht. Arbeitskollegen, der Chef, der eigene Nachbar – die Möglichkeiten sind breit gestreut. Völliges Ignorieren oder gar das Ergreifen der Flucht hinterlassen allerdings einen äußerst unhöflichen Eindruck. Ein bestimmter Blickkontakt und respektvoller Gruß genügt bereits völlig, danach besitzt ohnehin die Stille oberste Priorität.

10. Der richtige Zeitpunkt zum Verlassen

Einfach raus und ab unter die kühlende Dusche kann schnell in Stress ausarten und den Kreislauf ins Schwanken bringen. Der unvorbereitete Sprung ins Abkühlbecken kann sogar einen Schock nach sich ziehen. Der Körper benötigt Zeit, sich auf die kühlere Temperatur einzustellen. Ein guter Zeitpunkt zum Verlassen des Saunabereichs ist entweder vor oder nach dem Aufguss. Läuft der bereits, ruiniert eine kurzfristig geöffnete Tür das Ambiente und kühlt unnötig den Raum ab.

Zwischen oder nach der Sitzung kann im Ruhebereich im Bademantel der Körper abkühlen. Zumindest eine kleine Verschnaufpause sei dem Kreislauf an dieser Stelle gegönnt. Im Anschluss folgt die kühlende Dusche. Dort wird stets von den Extremitäten langsam voran bis zur Körpermitte abgeduscht. Abgehärtete Personen wagen danach gerne den Sprung ins Tauchbecken.

11. Kein Alkohol, Essen oder gar Krankheiten mitbringen

Der Saunabereich ist ein Ort der Diskretion. Essen oder gar Alkohol als Stimmungsmacher sind absolut tabu. Außerdem sind Gäste mit ansteckenden Krankheiten wie starken Erkältungen nicht gerne gesehen. Die Ansteckungsgefahr ist auf so engem Raum klar erhöht. Obendrein gefährden Erkrankte sich unnötig selbst, wenn sie geschwächt die Sauna aufsuchen. Die Durchgänge haben eine gesundheitsfördernde Wirkung, sind zugleich aber kurzfristig recht belastend für den Körper.

12. Kurze, aber respektvolle Begrüßung

Was für überraschende Begegnungen gilt, ist auch für alle anderen Insassen einer Sauna eine Empfehlung: Eine kurze, aufmerksame Begrüßung fügt sich wunderbar in die allgemeine Atmosphäre ein und signalisiert dem Gegenüber Achtung und Respekt.

13. Sonderfall Corona – was zu beachten ist

Corona sorgte bereits in Vergangenheit für zahlreiche Sonderregelungen im alltäglichen Leben. Der Saunabesuch als öffentlicher Platz ist davon ebenfalls betroffen. Ohne tiefergehende Einschränkungen ist das Tragen des Maskenschutzes bis zum Spind sinnvoll. Zu den betroffenen Bereichen gehören zudem der Eingangsbereich, Ruhezonen und Laufwege zur Gastronomie. In der Sauna selbst ist es je nach Bundesland unterschiedlich geregelt, was den Überblick für spontane Besucher etwas erschwert. Eine Maske muss dort nicht getragen werden.

Aufguss und Wedeln sind teilweise verboten. Als besonders problematisch wird das Wedeln wegen der enormen Verwirbelung der Luft im Raum angesehen. Allgemein gilt es, den vorgeschriebenen Mindestabstand einzuhalten. Dadurch verringert sich die Anzahl der zulässigen Insassen zusätzlich. Dafür gibt es einen kleinen Trick: Besucher orientieren sich häufig an den abgestellten Latschen vor der Tür, ob noch Platz für sie übrig ist.